Freitag, 10. Oktober 2014

Großfamilie, Arbeit, Träume und das Schreiben



Kurz nach acht am Morgen und eine angenehme Ruhe kehrt in unser Haus ein. Das Chaos in der Küche, nachdem vier Kinder gefrühstückt haben und die Brotboxen gefüllt sind, ist wieder aufgeräumt. Anderthalb Stunden geballtes Leben liegen bereits hinter mir. Mama, wo sind meine Turnschuhe? Mama hast du mein Mathebuch gesehen, Mama wo ist dies, Mama wo ist das? Mama ich muss jetzt aber ins Bad …

Jeder der Kinder hat, kennt diese Situationen. Manchmal anstrengend, aber gleichermaßen schön. Wenn ich dann mein letztes Kind an der Tür verabschiede und es sich glücklich auf den Schulweg macht, bleibt doch immer nur eins: großer Stolz auf meine vier Kinder, wie sie ihr Leben meistern. Und ich darf dazu beitragen. Ja, ich habe wirklich ganz tolle Kinder.

Heute ist einer der Vormittage, wo ein wenig Zeit zum Schreiben bleibt. Die möchte ich zu erst für meinen Blog nutzen, da ich hier schon länger nichts mehr geschrieben habe. Dann geht es aber weiter mit „Blut um Mitternacht Teil II“. Es ist wie mit einem guten Buch, was man einfach nicht aus der Hand legen kann, weil es so spannend ist. So geht es mir mit meiner Geschichte, nur, dass ich sie selber schreibe. Ich habe zwar den ganzen Ablauf im Kopf, aber wenn ich in die Welt von Julien, Claire und Leroy eintauche, dann entwickelt sich doch immer wieder eine Eigendynamik und ich bin oft selbst überrascht, wo die drei mich hingeführt haben oder welch unverhoffte Entwicklung sich plötzlich ergeben hat. Also auch für mich bleibt es spannend.

Ich werde immer wieder gefragt: „Petra wie machst du das alles? Familie, Haushalt, Kinder, Kurse? Und jetzt schreibst du auch noch Bücher!“
Meine Antwort darauf ist, weil ich mir genau dieses Leben gewünscht habe. Jeder Teil davon ist ein Traum von mir gewesen, den ich geschafft habe zu verwirklichen. Auch wenn es manchmal viel von einem abverlangt hat und es nach wie vor noch tut, aber genau dafür lebe ich. Herausforderungen sind dazu da, um sie zu meistern. Sonst wäre das Leben ja auch nur halb so spannend.
Zu träumen ist leicht, aber einen Traum wahr werden zu lassen, erscheint oftmals unmöglich, weil diese innere Stimme in einem, die sagt: „Das schaffst du sowieso nicht. Hör auf zu träumen“, verdammt laut und eindringlich sein kann. Meine Erfahrung zeigt, dass es sehr sinnvoll sein kann, hier die Ohren auf Durchzug zu stellen :-). Aber genug philosophiert. Ich wünsche einfach jedem Menschen das Leben, was ihn glücklich macht, und hin und wieder lohnt es sich darüber nachzudenken, was es denn eigentlich ist.

Bei mir sind es meine Kinder, das Schreiben und die Arbeit mit Familien. Und dieses Wochenende darf mich wieder darauf freuen, Paare ein kurzes Stück, auf dem aufregenden Weg eine Familie zu werden, begleiten zu können. Sie auf den größten Moment in ihrem Leben vorzubereiten, wenn ihr Baby das Licht der Welt erblickt. Das wahre Wunder des Lebens.

In diesem Sinne: Carpe diem!


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